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antlitzehreUlrike Schweikert: Das Antlitz der Ehre

Würzburg, Beginn 15. Jahrhundert. Nachdem Fürstbischof von Brunn entmachtet und von der Marienburg verbannt wurde, wächst sein Ehrgeiz, die Macht, Güter und Geld zurück zu erobern. Er schreckt nicht davor zurück, seine Tochter Elisabeth für seine Machenschaften zu missbrauchen.
Doch auch sie hat ihre Ängste und Nöte, möchte der Vergangenheit entfliehen. Nun ist auch ihr Platz in der Gegenwart gefährdet. Doch ihre Hoffnung auf eine friedliche Zukunft an der Seite des Mannes, den sie liebt, trägt sie durch allen Schmerz, lässt sie nie verzweifeln.

Mir gefiel dieses Buch, weil es in Würzburg spielt und ich mich an vielen
beschriebenen Orte gleich heimisch fühlte. Gerne habe ich Elisabeth ein Stück auf ihrem Weg begleitet.

pergamentAntonio Gabrido: Das Pergament des Himmels

Die Geschichte spielt in Würzburg Ende achtes Jahrhundert. Es herrschen Hungersnot und Armut. Regen, Schnee und Eis verschlimmern die Lage im Winter. Theresa möchte - für eine Frau dieser Zeit unüblich, wenn nicht sogar unmöglich - ihre Ausbildung als Pergamentgesellin machen. Am Tag, an dem sie zur Prüfung antreten soll, gerät sie mit der ganzen Familie in ein Komplott, in den sogar Kirche und König beteiligt sind. Die Familie wird grausam getrennt.

Die junge Frau verstrickt sich in einen Strudel aus Intrigen, Mord und Lügen. Wem kann sie noch trauen? Wen darf sie lieben? Wird sie ihre Eltern je wieder sehen? Fragen, Angst und Leidenschaft begleiten sie auf ihren Weg durch die Zeit. Mit all ihren Talenten meistert sie ihr Leben und ihre Not. Und sie sieht es als ihre Aufgabe und Berufung, das Pergament des Himmels zu hüten und es seiner Bestimmung zu übergeben.

Mit hat das Buch gefallen, weil es in Würzburg ganz in der Nähe meiner Heimat spielt. Ich fand es reizvoll, einmal einen historischen Roman zu lesen, der von so einer frühen Zeit, nämlich achtes und neuntes Jahrhundert erzählt. Die Schilderungen sind klar und leicht verständlich. Ich konnte der Handlung gut folgen und sie leicht nachvollziehen.

bernsteinsammlerinLena Johannson - „Die Bernsteinsammlerin“

Die Geschichte spielt Anfang 19. Jahrhundert in Lübeck. Das Ehepaar Thurau zieht Femke, ihr Findelkind, voller Liebe auf, als sei es die eigene Tochter. Femke selber ahnt nicht, dass sie nicht das eigene Kind ist.

Voller Hingabe baut sie ihr Geschick und Talent im Bernsteinschnitzen aus. Ihre Stücke sind so schön und kunstvoll gearbeitet, dass man ihr hie und da sogar magische Fähigkeiten nachsagt. Der Bernstein beschert der jungen Frau Freud und Leid. Auf einer Reise findet sie sich und ihre wahre Familie. Und sie findet den Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte. Die Startbedingungen für diese Liebe sind allerdings denkbar schlecht.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und erklärt vieles über das Bernsteinhandwerk, was hier nicht so bekannt ist. Ich fand es sehr spannend und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.


bernsteinheilerinLena Johannson - „Die Bernsteinheilerin

Johanna wächst glücklich bei ihren Großeltern in Lübeck auf. Und es könnte auch so weiter gehen, wäre da nicht der letzte Wunsch ihrer verstorbenen Mutter. Sie verfügte nämlich, dass ihre Tochter das Handwerk der Bernsteinschnitzerin erlernen soll. Johanna leidet sehr, denn sie hat das Talent der Mutter gar nicht geerbt. Langsam muss sie sich ihren Platz im Leben erkämpfen und ihre Begabung heraus finden. Ein schwerer Weg. Immer wieder jedoch stehen ihr wertvolle Menschen zur Seite, die ihr ein wenig weiter helfen. Sie durchläuft harte Prüfungen um Misstrauen und Vertrauen.

Am Ende findet sie nach langen Reisen endlich den Platz, an dem sie sich heimisch fühlt und in Frieden leben kann.

Vor einiger Zeit las ich schon die Geschichte von Johannas Mutter und verfolgte nun gespannt, wie sich die Geschichte in der nächsten Generation weiter entwickelt.


silberneburgSabine Weigand - „Die silberne Burg“

Deutschland im Mittelalter. Das Schicksal führt drei ganz unterschiedliche Menschen zusammen: Sara, eine Jüdin auf der Flucht vor dem ihr angetrauten Mann, Ritter Ezzo, auf der Suche nach Gerechtigkeit, die ihm sein Erbe bringen soll, und Ciaran, der als Baby vor Klostermauern ausgesetzt zum Mönch wurde, aber das Vermächtnis von Ketzern hüten muss.

Die drei ziehen mit einer Gauklertruppe nach Konstanz. Dort geraten sie auf einem Konzil in große Gefahr. Sie beschließen sich, zu trennen, und später wieder zusammen zu kommen. Jeder meistert seinen Weg, folgt seiner Bestimmung.

Mir gefiel das Buch, weil sehr viel von Sitten und Gebräuchen aus dem Mittelalter erzählt und erklärt wird. Und weil mir die Figuren während dem Lesen immer mehr zu Freunden wurden, die ich auf ihren Wegen begleiten durfte.

garouLeonie Swann - „Garou“

Nach dem Tod ihres Schäfers ziehen die Schafe von Irland nach Frankreich. Doch wenn sie glaubten, hier sei alles ruhig und friedlich, sehen sie sich getäuscht. Schon bald findet sich die kleine Schafsgruppe in einem neuen Abenteuer. Ein Abenteuer, in dem nicht nur Rehe und andere Tiere sterben.

Doch mit der ihnen ganz eigenen Schafs Logik lösen sie auch diesen Fall und sorgen für Ruhe und Friede. Ein erneuter Umzug steht an. Und sie lassen ihre neuen Freunde die Ziegen zurück.

Ich musste mich sehr konzentrieren um alles gut zu verstehen und den Gedankengängen der Schafe zu folgen. Aber es lohnte sich. Am Ende konnte ich mit Schafen und Schäferin erleichtert aufatmen. Ob aber die Pferde auch aufatmen können, bleibt abzuwarten.

muettermafiaDie Mütter-Mafia von Kerstin Gier

Constanze lebt glücklich und zufrieden. Ehemann, zwei Kinder, schöne Wohnung. Allerdings scheint ihr Mann nicht glücklich zu sein. Knall auf Fall reicht er die Scheidung ein und setzt die ganze Familie vor die Türe. Constanze findet sich mit den Kindern in einer Vorstadtsiedlung wieder. Mit viel Humor meistert sie ihre schwere Zeit. Sie lernt viele Menschen kennen, wird selbstbewusst, kommt auch finanziell auf die Beine. Zu letzterem verhilft ihr ein Anwalt. Und scheinbar erfüllt sich das Klischee vom Scheidungsanwalt, der dann mit der Klientin „anbandelt“. Das Buch lädt ohne aufdringlich zu werden, oft zum Schmunzeln ein. Und fast alle Personen sind sehr sympathisch. Die Unsympathischen werden aber nicht zynisch beschrieben, sondern mit viel Humor.

gegensaetzeKerstin Gier: Gegensätze ziehen sich aus

Dies ist die Fortsetzung von Buch: Die Mütter-Mafia.

Inzwischen hat Constanze sich richtig gut eingelebt in der Vorstadtsiedlung. In liebevoller Kleinarbeit hat sie ihr Haus renoviert. Und sie hat wirklich gute Freunde gefunden. Gemeinsam meistern sie ihre großen und kleinen Sorgen. Sie basteln, lachen, weinen und trinken hin und wieder ein Glas Wein. Die Idee, einen Schuhladen zu eröffnen, ist geboren. Und jeder bringt sich ins Projekt ein. Allen Vorzeichen nach, wird es erfolgreich werden.

Nur in Constanzes Liebesleben ist der Wurm drin. Anton stellt sich das gemeinsame Leben so ganz anders vor, als Constanze. Es kommt zur Trennung.

Ich habe sehr mitgelitten mit Constanze. Habe echt gedacht, dass sie jetzt ihren Humor verliert.

rubinrotRubinrot von Kerstin Gier

Die Geschichte spielt in der Gegenwart (jedenfalls meistens) in London. Gwendolyn ist Schülerin, 16einhalb Jahre alt und lebte bisher völlig unbeschwert und frei. Das soll sich an dem Tag ändern, als ihre Mutter eine Lüge bezüglich ihres Geburtsdatums beichtet. Von nun an wirbelt sie, begleitet von Gideon, durch die Zeiten.

Nicht nur er alleine sorgt für ein komplettes Gefühlschaos in Gwendolyn. Da ist auch noch Mr. Whitman, der offensichtlich von ihren „Zeitreisen“ weiß und sie für normal hält. Und Charlotte, ihre Cousine spricht auch kein Wort mehr mit ihr, gibt sich stinksauer.

Gut, dass sie da noch ihre Freundin Leslie hat, die immer zu ihr hält. Aber gefühlte tausend Fragen bleiben dennoch.

Erster Teil!