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kunstraub3 Das Kindersachbuch "Bilderräuber" war Ausgangspunkt für eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Hammelburg:

Barbara Winter erzählte über spektakuläre Kunstdiebstähle und führte Kinder so auf spannende Weise an Kunst heran. Sie hatte viele Bücher aus der Bücherei vor sich und zeigte daraus Bilder, die geklaut wurden.


Picasso hält den Rekord, von ihm wurden über 500 Bilder geklaut, berichtete Winter. Viele Diebe hatten es einfach, weil die Kunstwerke schlecht gesichert waren. Kunstliebhaber wollen schließlich ihre Bilder sehen und nicht in den Tresor legen. Wie Diebe Gemälde klauen können, regte besonders die Fantasie der Kinder an.

Neu war für sie auch, dass manche Diebe ein Lösegeld für die Bilder fordern und mit Zerstörung drohen, weil berühmte Kunstwerke zu bekannt sind zum Verkaufen – das ist Artnapping. Manche klauen im Auftrag von Kunstliebhabern und die Bilder tauchen nie wieder auf.

Barbara Winter informierte, dass der Raub von Kunstwerken mit zu den einträglichsten kriminellen Machenschaften zählt. Jährlich wird Kunst im Wert von 10 Milliarden Euro geraubt. Bei unbekannten Werken funktioniert dies am besten: Marienbilder aus bayerischen Kirchen finden ihre Abnehmer in Lateinamerika, ägyptische Statuen stehen bei europäischen Sammlern hoch im Kurs.

Es gab übrigens in Wien und Köln auch eine Kunstklappe, in die man gestohlene Bilder anonym legen konnte. Fast 40 Bilder, die wohl nicht verkauft werden konnten, wurden von Dieben zurückgegeben.

Wie ein raffinierter Diebstahl funktionieren könnte, erlebten die Kinder beim Anschauen eines Ausschnitts aus dem Film „Die Thomas-Crown-Äffare".

Auf der Top-Ten-Liste der Kunstdiebstähle steht das Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch, das durch einen Diebstahl schwer zerstört wurde. Das konnten die Kinder dann zum Schluss mit Pastellkreide selber frei gestalten.

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