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kunst_aufraeunmen„Aufräumen? Das sollen die Frauen machen!“ meint Jan. Beim Aufräumworkshop in der Stadtbibliothek war er aber eifrig dabei. Denn hier ging es nicht darum, wie man sein Zimmer aufräumt, sondern wie man Kunst aufräumt.

Angelehnt an die Kunstbücher von Urs Wehrli diskutierte Barbara Winter mit den Kindern, was Kunst eigentlich ist. In unterschiedlichen Kunstbüchern, von der Architektur bis zur Malerei, wurde Kunst betrachtet. Vor allem bei den abstrakten Künstlern wurden die heißesten Vermutungen geäußert, was denn da jetzt dargestellt sein könnte.

„Wie kann man Bilder aufräumen?“ lautete die nächste Aufgabe. Die Kinder schlugen vor nach dem Wert der Bilder zu sortieren, nach der beherrschenden Farbe, alphabetisch nach den Künstlern oder vielleicht nach dem dargestellten Thema und schauten sich an was Urs Wehrli aus bekannten Bildern gemacht hat.

So vorbereitet, konnten sie sich aus vorgegebenen Bildern eines aussuchen und es selber „aufräumen“: nämlich das Bild in seine Einzelteile zerlegen und diese dann sortieren, aufeinander stapeln oder übersichtlich geordnet wieder aufkleben.

So entstanden ganz neue Kunstwerke mit originellen Titeln: „Der verrückte Schnipselspaß“ oder „Die aufgeräumten Katzen“. Und obwohl die Kinder alle nicht gern aufräumen, machte ihnen das Bilderaufräumen Spaß.

Eigentlich wollte die Stadtbibliothek aus den Bildern ein Buch binden, aber die Kinder nahmen ihr Kunstwerk lieber mit nach Hause.