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leuchtpol1Wann brennt ein Lämpchen und wann nicht? Wie kann man Strom sparen? In einer kleinen Ausstellung bis zum 9.7.12 stellt der Kindergarten St. Marien aus Hammelburg bei uns in der Bibliothek die Ergebnisse seines Projekts „Stromdetektive“ vor.

Saale-Zeitung v. 6. Juni 2012:

Detektive dem Strom auf der Spur

Die Kindertagesstätte St. Marien erwarb mit einer Fortbildung zum Thema Energie und Umwelt eine Zertifikation.
Strom kann man nicht riechen, hören oder sehen, trotzdem ist er da, sogar gefährlich, und er wird täglich gebraucht. Das stellten die Kinder der Projektgruppe „Stromdetektive – dem Strom auf der Spur“ schnell fest.
leuchtpol4„Wir machen heute Strom“, riefen die Mädchen und Jungen der Projektgruppe begeistert, denn die Kinder beteiligten sich am Projekt „Leuchtpol“. Erst erfuhren sie, wie eine Glühbirne zum Leuchten gebracht wird. Die Birne und eine Batterie wurden mit Klemme und Kabel verbunden. Erwartungsvoll schauten die Kinder auf das Lämpchen. „Wow, das leuchtet“ rief Andrej begeistert. Nun wollte jedes Kind einen Stromkreislauf aufbauen. Jedes Mal, wenn das Lämpchen aufleuchtete, freuten sie sich, dass es funktioniert. Und schon hatte der „Stromvirus“ alle erfasst.
Quentin schlug vor, in der Bücherei nach Fachbüchern zu suchen. Durch das Schmökern in den Büchern haben sich die Kleinen viel Fachwissen angeeignet. Paulina staunte, wie der Strom in die Steckdose kommt, und Ellina war überrascht, wie vielfältig Strom produziert werden kann.

leuchtpol3Wie kann gespart werden?

Als Stromdetektiv erforschten die Mädchen und Jungen den ganzen Kindergarten, suchten Strom verbrauchende Geräte und überlegten gemeinsam, wie Energie gespart werden kann. Nicht zu bremsen waren die Kinder beim Bau unterschiedlichster Stromkreisläufe. Wann brennt ein Lämpchen und wann nicht? Dominik probierte die verschiedensten Materialien als Stromleiter aus. Es wurden Motoren zum Laufen gebracht. Lichter erstrahlten und Hupen ertönten durch die Kindertagesstätte.

Nicht zu schwierig

Das Thema Energie ist für Kinder im Kindergarten keineswegs zu schwierig. Sie begegnen in ihrem Alltag ständig Energie. Sie erleben warme Räume, nutzen Geräte, die durch Strom betrieben werden, schauen dem Installateur über die Schulter und stellen Fragen dazu, weiß das Team des Kindergartens.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Nutzung von Energie im täglichen Leben. Daran schließt sich die Frage an, wie bewusst mit der Energie umgegangen wird. „Durch Schaffung von Alltagsbegegnungen, gemeinsames Forschen und Experimentieren werden die Kinder für dieses Thema sensibilisiert“, erklärt Andrea Scheller, die zu der Themenwahl durch die „Leuchtpol“-Fortbildung angeregt wurde.
Zu der Weiterbildung gehörte die Teilnahme an der mehrtägigen Fortbildung und die Durchführung sowie Präsentation einer anspruchsvollen Praxisaufgabe in Form eines Projekts

leuchtpol2Bildungsprojekt

Ausgezeichnet „Leuchtpol“ ist das größte deutsche Projekt zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich. Es wurde 2009 als Maßnahme für den Nationalen Aktionsplan der UNESCO im Rahmen der Welt-Dekade für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

(Fotos: Kindergarten St, Marien)