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barbie mordBarbie ist schon 58 Jahre alt - und hat noch keine einzige Falte! Doch sie ist nicht einfach nur ein Spielzeug  für Mädchen. Barbie kann alles sein – ob Model oder Mutter, Flugkapitänin oder Hausfrau. Die Ur-Barbie war zunächst auch gar nicht für Kinder zum Spielen gedacht,  sondern eher eine Art Werbefigur für Erwachsene.

In der Ausstellung haben Roland Halbritter und die Sammlerin Gesine von Postel aus Westheim viele interessante und schräge Szenografien der Modepuppe zusammengestellt. Neben Barbie als Marylin oder als Angela gibt es die „Schöne und das Biest“, eine Ritterbarbie, Puppen in verschiedenen skurrilen Szenen, ob auf einer Tuba sitzend oder in einem zum Fernsehstudio umgebauten ausgehöhlten Radio versammelt. Wer gerne Rätsel löst, kann sich auch an der Auflösung eines Mordfalles beteiligen. Die Barbiepuppen oder Teile davon sind in ungewöhnliche neue oder gar provokante Zusammenhänge gestellt. Einige der Kunst-Installationen waren bereits im Bismarckmuseum in Bad Kissingen ausgestellt.

Barbie Schuhregal„Barbie ist doch nur was für Mädchen!“ Das könnte sich der ein oder andere Besucher der Stadtbibliothek Hammelburg gedacht haben, als er auf die Ausstellung „Barbie –Plastic Fantastic“ aufmerksam wurde. Diese Darbietung hat allerdings wenig mit einem blonden Püppchen zu tun, das gerne rosa Kleider trägt. Die Barbie-Puppen sind vielmehr in verschiedenen skurrilen und überraschenden Szenen dargestellt.

 

Nur noch bis nächsten Dienstag

Noch bis zum 6.6.17 ist Gelegenheit, sich die Barbiewelt in der Stadtbibliothek Hammelburg anzuschauen. Die witzigen und skurrilen Kunst-Installationen von Roland Halbritter und Gesine von Postel haben es in sich und lohnen einen Besuch.

Wer sich Zeit nimmt, kann viele liebevoll gefertigte Details erkennen. Zum Beispiel bei der „Rache des Krokodils“: Barbie mit Kelly-Bag (Handtasche aus Krokodilsleder) wird von einem Krokodil das Bein abgebissen. Ausstellungsmacher Roland Halbritter hat die Tasche extra angefertigt, zwar nicht aus Krokodils- aber aus Schlangenhaut. Eine „pathologische Studie“ will belegen, dass das Hirn einer Barbie pink ist, Marilyn Monroe lüpft ihren Rock und King Kong wird – verkehrte Welt! - von einer Barbie gekidnappt.

Beeindruckend barbie queensauch die „Queens of Africa“, die ein Nigerianer eigens für seine Töchter herstellen ließ. Viele Frauen kommen nicht an dem Schuhregal vorbei, das bestückt ist mit Hunderten von Schühchen, alle nach Farben geordnet.

Die Ausstellung richtet sich zwar an Erwachsene, aber auch Kinder haben ihren Spaß. Nicht nur beim Betrachten der originellen Szenografien, sondern auch beim Spielen auf dem pinkfarbenen Teppich mit allerlei Barbieteilchen. Bei der Mördersuche sind alle eifrig dabei und spekulieren wild darauf los. Wer den Mörder überführt, erhält übrigens einen Goldtaler!

 

Zur Eröffnung

Bei der Eröffnungsveranstaltung hatte die dritte Bürgermeisterin Rita Schaupp mit ihren Begrüßungsworten die Lacher der Gäste auf ihrer Seite: „Bei dem Thema Barbie fällt mir als erstes meine Gemeinsamkeit mit ihr ein – das Alter.“ Auch die beiden Schöpfer der „Kunst-Installationen“ Roland Halbritter und die aus Westheim stammende Gesine von Postel berichteten von den Anfängen ihrer Sammel-Leidenschaft. „In meiner Kindheit waren Barbies bei uns zu Hause tabu“, berichtete von Postel. „Ich spielte immer bei den Nachbarskindern mit den Modepuppen.“

Im Laufe des Abends erfuhren die Gäste viele spannende Geschichten über die einzelnen Puppen. Halbritter ließ sich aus dem Publikum einen Buchstaben des Alphabets zurufen, zu dem er und von Postel dann eine Anekdote zum Besten gaben. Zum Buchstaben „Q“ wusste Halbritter von den „Queens of Africa“ zu berichten, die ein Nigerianer eigens für seine Töchter herstellen ließ. „Mittlerweile bin ich im Besitz mehrerer solcher Puppen aus verschiedenen nigerianischen Ethnien. Sie sind alle Unikate mit echten afrikanischen Kleidern und Schmuck.“

Außerdem durften die Gäste live bei einer Kunst-Installation dabei sein und im Anschluss beantworteten die beiden Künstler bereitwillig alle Fragen.

Am Ende des Abends saßen tatsächlich ein paar der Gäste auf dem Boden und spielten dort mit Barbies.