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 Das Bibliotheksteam hat 2005 beschlossen, nach den guten Erfahrungen im Erwachsenenbereich auch die Bücher in der Kinderbibliothek auf ein einfaches System umzustellen, damit die Bücher leichter zu finden sind. Deshalb musste auch ein neues Raumprogramm geplant werden.

Das Ziel:

Der Raum sollte ein unverwechselbares und individuelles Ambiente erhalten, das die Kernbotschaft der Bibliothek transportiert:
Die Bibliothek ist einladend und offen und steckt immer voller Überraschungen. Sie ist ein Tor zur Phantasie und bei aller Ordnung auch ein kleines bisschen verrückt. Die Bibliothek wird zur Erlebniswelt und hat selber Unterhaltungswert.



Räume haben Einfluss auf Gefühle, Stimmungen und Handlungen. Sie sollen aber auch die Grundbedürfnisse von Kindern erfüllen:

  • Bewegung, Spielen
  • Geborgenheit, Kuscheln, Rückzugsmöglichkeit
  • Sinnliche Erfahrungen; Neugierde, Information befriedigen
  • Raum für eigenes Handeln und Gestalten
  • Essen & Trinken


Die Raumwünsche:

  • Hohe Flexibilität
  • Platz für Klassenbesuche und Kinderveranstaltungen, Sitzmöglichkeiten
  • Feste und wechselnde Spielmöglichkeiten
  • Viele Leseplätze
  • Mehr Platz für die "Bilderbuch"- Kinder
  • Bessere Abtrennung zu den Medien für Jugendliche
  • Vorleseplatz für Eltern


Das Konzept:

Kinder sollen innerhalb der Bibliothek ständig Neues entdecken können, sich herumbewegen, alles selbständig erforschen. Dazu entstand eine "Hauptstraße" mit Abzweigungen und Knotenpunkten und Blickfängen an wichtigen Stellen. 

Im "Hosentaschenmuseum" gibt es alle vier Wochen wechselnde Ausstellungen mit gesammelten Schätzen von Kindern, neue Spiele am Spieltisch können ausprobiert werden oder regen zum Selbermachen, Malen oder Rätseln an. Im Spielezimmer können Kinder mit dem Tiptoi-Stift Bücher lesen. Auch die Dekoration wird ständig verändert.

In der Bibliothek wird eine Erlebniswelt geschaffen mit einem durchgehendem Thema. Das Team entschied sich für den "Wald" und ist nun wahrscheinlich die einzige Bibliothek Deutschlands mit einem Hochsitz samt (ausgestopftem) Wildschwein.

Die Lesehöhle unter dem Hochsitz bietet sich auch an zum Kuscheln, es gibt Spielmöglichkeiten zum Wald, wie Blätter zuordnen und Spuren erkennen. Die Dekoration sollte vor allem aus Naturmaterialien sein und so wurde der Wald mit Pilzhockern, Blättergirlanden und einem kleinen Baum thematisiert. Und jede Stunde hallt der Gesang eines Vogels durch den Wald.... 

Die Bibliothek hat bei der Planung und der Umsetzung die Kompetenz anderer gesucht und wurde vor allem unterstützt durch die Kinderkiste Hammelburg mit der Leiterin Heide Gerlach-Hirt.
Ganz wichtig war die Hilfe der heimischen Geschäftswelt, die das Team motiviert hat, weiter zu machen:
Die in Hammelburg neu angesiedelte Firma Opti-Wohnwelt hat sich mit einem Sofa, Stühlen, Sitzsäcken und ganz vielen Kissen mit einem Gesamtwert von 940 € engagiert, die Firma Bergander stiftete Schaumstoffe und Teppichplatten, die Firma Baier stellte Schwartebretter zur Verfügung, Elisabeth Assmann hat ihre Nähmaschine angeschmissen und Polster genäht, das städtische Forstamt hat Pilze "geschnitzt" und Holz zur Verfügung gestellt und der städtische Schreiner musste sich mit Sonderwünschen herumschlagen.


So entstand ein Wohlfühlraum, in dem Kinder spüren, dass sie willkommen sind und hoffentlich immer wieder gerne kommen und bleiben. Der Umgang mit Medien wird für sie so eine Selbstverständlichkeit.





Alkohol in der Bibliothek? Betrunkene Kinder? Nichts da! Hier handelt es sich um fröhliche Kinder und um Kindersekt anlässlich der Einweihung unserer umgestalteten Kinderbibliothek.

 

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