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Medientipps

findelHelga Glaesener - „Das Findelhaus“

Toskana, 18. Jahrhundert. Cecilia ist dem Waisenhaus in Montecatini sehr zugetan. Sie führt dort genau die Bücher, trägt Spenden und Ausgaben ein. Ein schrecklicher Mord an einem kleinen Jungen passiert. Cecilia wird verhaftet. Zunächst legt man ihr zu Last, sie habe die Bücher gefälscht, um sich finanziell zu bereichern. Dann kommt es noch schlimmer. Sie soll den Mord verübt haben. Schon bald befindet sich die junge Frau im Netz von Intrigen. Verzweifelt kämpft sie um den Beweis ihrer Unschuld und gerät immer tiefer in einen Sumpf von Lügen.

 

 

 

 

siepen-seilStephan aus dem Siepen - „Das Seil“

Sie leben friedlich in einem Dorf, dass vom Wald umschlossen ist. Alles läuft harmonisch. Sie müssen nicht weg gehen, versorgen sich mit allem selber. Bald werden die Ernten der Felder eingeholt und es scheint in diesem Jahr eine gute Ernte zu werden. Da findet einer der Bauern ein Seilende, welches im Gras liegt und scheinbar aus dem Wald kommt. Voller Neugier betrachten die Männer das Seil. In ihnen wird der Wunsch immer größer, heraus zu finden, was am anderen Ende des Seiles ist. Gemeinsam gehen sie auf Erkundung in den Wald.

 

 

 

 

anja federEmily Wu - „Feder im Sturm“

Yimao lebte bis zu ihrem dritten Lebensjahr beim Onkel. Dann wird sie zum Vater gebracht. Die Not und das Regime in China ließen die Kleine schon früh die Härte des Lebens spüren. Zurück bei den Eltern ist das Leid durchaus nicht vorbei. Gebeutelt von der Kulturrevolution wird die Familie immer wieder zerrissen. Und schon bald muss die kleine Yimao sich ohne die Eltern um ihre Brüder kümmern. Sie erleben Hunger und Verzweiflung, Hoffnung und Demütigung. Die Familie hat nie einen festen Wohnsitz, wird ein paarmal in „Umerziehungslager“ geschickt. Die Kinder erhalten kaum Bildung, nehmen dennoch alles auf, was sie in den politischen Schulen bekommen können. Sie sehen ihre Freunde auf tragische Weise sterben und geben selber nie auf. Dann endlich stirbt der große Vater Mao Zedong. Auf einmal wird die Welt frei.

Dies ist kein Roman, sondern so unglaublich es klingt, eine Biografie.

anja rosenThomas Hürlimann - „Vierzig Rosen“

Marie Katz wird 40. Schon wieder einmal. Sie nimmt ihren Geburtstag zum Anlass, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Sie wird als jüdisches Kind in eine große und reiche Familie geboren. Ihren Bruder kennt sie kaum. Er ist sehr viel älter als sie. Also wächst sie als gut behütetes Einzelkind auf. Nach dem Tod der Mutter, bei dem sie 5 Jahre alt war, lehrt ihr Vater sie das Klavierspielen, möchte sie zu einem Weltstar aufbauen. Der Krieg, die Flucht, alles lässt die Pläne nicht so recht gedeihen. Marie aber ist stark und strebsam, erzielt nach dem Krieg schon die ersten großen Erfolge als Pianistin.

Dann heiratet sie Max, ihre große Liebe. Steht zu ihm, unterstützt ihn, um in der Politik nach oben zu kommen. Nach mehreren Fehlgeburten wird ihnen ein Sohn geschenkt. Die Krönung ihrer Liebe. Denn Marie liebt Max. In allen Jahren.

anja zwei-alte-FrauenVelma Wallis - „Zwei alte Frauen“

Ein Nomadenstamm in Alaska erlebt einen harten Winter. Es gibt fast nichts mehr zu Essen und man überlegt, wie man Nahrung „sparen“ könne. Der Häuptling beschließt, zwei alte Frauen zurück zu lassen, weil diese wohl bald sterben werden. Das Volk stimmt dem zu, aus Angst selbst ein Opfer des Hungers und der Kälte zu werden.

Vollkommen geschockt finden sich alsbald die zwei alten Frauen alleine und frierend zurück gelassen im freien Feld. Ein neuer Lebenswille erwacht. Wenn sie schon sterben müssen, dann kämpfend. Und sie sind überrascht von ihrer Kraft und ihrem Willen. Denn schon bald gelingt es ihnen, Kaninchen und auch Eichhörnchen zu fangen. Sie fertigen sich verschiedene Werkzeuge und auch Bekleidung an. Und tatsächlich schaffen sie es über den Winter zu kommen.

Unsere Leserin Anja hat wieder neue Buchbesprechungen geschickt:

anja verdachtFriedrich Dürrenmatt - „Der Verdacht

In einen Zeitungsartikel fällt dem ehemaligen Kommissär Bärlach das Foto eines geisteskranken Massenmörders auf. Dieser praktiziert unerkannt in einer Züricher Privatklinik und ermordet dort für viel Geld auf bestialische Art und Weise exzentrische todkranke Millionäre. Der Kommissär, selber todkrank, beschließt, als letzte gute Tat in seinem Leben den Verbrecher zu entlarven. Schon bald lässt er sich unter falschen Namen in die Klinik einweisen. Doch dann läuft nichts mehr, wie geplant. Der Mörder hat ihn schon längst erkannt, entlarvt ihn und freut sich auf seine nächste „Operation“.

Ich mag Dürrenmatt sehr und frage mich immer wieder, wie dieser Mann auf so geniale Gedanken kommen konnte.

anja nachtigallTanja Kinkel - „Das Spiel der Nachtigall

Das Buch beschreibt das Leben des Walther von der Vogelweide. Er war der erste Minnesänger, der seine Zunge politisch einsetzte. Er verkehrte mit Kaisern und Königen, mit Papst und Bischöfen. In einer gefährlichen Zeit setzte er sich, manchmal unter Lebensgefahr, für seine Ideale und Ziele ein. Walther wollte stets ohne Eigennutz die Welt verbessern, sah sich nicht nur als Sänger, sondern auch als Politiker, der in ganz Deutschland wirkte. Oft hielt er den Reichen und Mächtigen einen Spiegel vor. Über sein ganzes Leben liebte er die Jüdin Judith, die wie er für die Gerechtigkeit kämpfte. Sie wurden nie ein Paar, weil sie zwar dasselbe Ziel hatten, jeder aber einen anderen Weg dorthin suchte.

anja rabbiNoah Gordon - „Der Rabbi“

Michael, Sohn einer reichen, jüdischen Familie sieht sich zum Rabbi berufen. Fleißig lernt er und besteht die Prüfungen sehr gut. Doch dann tritt Leslie in sein Leben. Sie ist Christin und eine Beziehung oder gar Ehe mit ihr würde seine Kariere als Rabbiner beenden, noch bevor sie begonnen hat. Mit großen Mühen nimmt Leslie das schwere Studium des Judentums auf sich und konvertiert. Sie heiraten. Nun kann Michael zwar keine besonders große Karriere mehr machen, aber er kämpft sich durchs Leben. Immer wieder bekommt er Gemeinden zu betreuen, die kein anderer Geistlicher mehr nimmt. Immer wieder sind er und seine Frau Schmähungen ausgesetzt, weil sie eine Mischehe führen.

anja toreKen Follett - „Die Tore der Welt“

England im ausgehenden Mittelalter. Die Stadt Kingsbridge wird auf komplizierte Art regiert. Kirche, Stadtrat, Zünfte und sonstige Einflussreiche stehen sich mit ihren Interessen oft feindselig gegenüber. Dies macht das Leben und Arbeiten des jungen und begabten Baumeisters Merthin oft schwer. Er möchte den Aufschwung für die Stadt, plant eine Brücke über den Fluss und andere Bauwerke, die seiner Heimat und ihm zu Ansehen verhelfen sollen. Caris, seine Geliebte träumt davon, als Ärztin praktizieren zu dürfen.

Während beide für Ihre Träume kämpfen, bricht die Pest aus, verändert die Situation auf tragische Weise. Merthin führt sein Weg nach Florenz, Caris legt im Kloster ihre Gelübde ab. Beide leiden nicht nur unter der verlorenen Liebe. Auch Merthins Bruder Ralf, der Tyrann macht ihnen und vielen anderen das Leben schwer. Und er geht über Leichen für seine Ziele.


indigoIndigo - Im Sog des Meeres (Teil 1)
Autorin: Helen Dunmore
cbj-Verlag, 2006.

In dem Buch „Indigo Im Sog des Meeres“ geht es um zwei Geschwister Conor und Sapphire, deren Vater eines Nachts plötzlich und spurlos auf dem Meer verschwindet! Der einzigste Hinweis sind die scheinbar wahren Märchen über die Unterwasser-Stadt „Indigo“!

Nach ungefähr einem Jahr, als alles schon vergessen scheint, sieht Sapphire eines Morgens ihren Bruder mit einem fremden Mädchen! Sie denkt sich nichts dabei und geht. Als sie dann am nächsten Tag sieht, wie Connor mit diesem Mädchen in die Verbotenen Teile des Meeres schwimmt macht sie sich Sorgen und geht zu dem Felsen wo sie Connor zuvor gesehen hat.

Als sie dann einen Jungen, der halb Mensch halb Robbe ist, sieht, versteht sie nichts mehr! Als sie sich dann längere Zeit mit dem Jungen unterhält, erklärt er ihr, dass das Mädchen, mit dem Connor verschwunden ist, seine Schwester Elvira ist und sie sich als „Mer“ bezeichnen. Als der Junge Faro dann mit ihr nach Indigo schwimmt, um mit ihr Conor und Elvira zu finden, entdeckt Sapphire eine ganz neue Welt!

Ich finde das Buch super gut und würde es jedem Mystery-Fan und auch anderen empfehlen! Annika Nitzsche

sansomIan Sansom: Bücher auf Rädern

Für Israel Armstrong zerbricht ein Lebenstraum Von London nach Nordirland gereist, muss er feststellen, dass der Arbeitsvertag in seiner Tasche völlig wertlos ist. Die Bibliothek, bei der er als Bibliothekar arbeiten wollte, ist geschlossen und alle Bücher verschwunden. Dies weckt seine Neugierde. Zunächst muss er einen Ortskundigen Freund gewinnen. Kein einfaches Unterfangen. Entliehene Bücher einzusammeln, wenn keinerlei Dokumentation

vorliegt, auch nicht. Am Ende deckt Israel ein riesen Verbrechen auf, erntet Ruhm und Ansehen. Doch die Bücher hat er immer noch nicht.

Amy Tan: Der Geist der Madame Chen

Madame Chen, Reiseleiterin und Antiquitätenhändlerin wird ermordet in ihrem Laden aufgefunden. Die Reisegruppe, die sie nach Burma begleiten wollte, beschließt, trotzdem zu reisen und rasch findet sich auch ein neuer Reiseleiter. Seine Aufgabe ist erleichtert, weil ihm alle Unterlagen der Madame Chen, die die Reise schon öfter machte, zur Verfügung stehen. Dennoch kommt es immer wieder zu Problemen auf der Reise. Krankheiten, korrupte Führer, Militärs. Nach einiger Zeit stecken alle im Urwald fest. Sie werden sehr freundlich in einem kleinen Dorf aufgenommen. Fast schon, als habe man sie erwartet.

Die Geschichte wird von Madame Chen erzählt, die beschließt, als Geist mit der Gruppe zu reisen. Sehr zu ihrem Bedauern wird sie aber weder gesehen, noch gehört.

haddonMark Haddon: Der wunde Punkt

Es geht um eine Familie in England zur heutigen Zeit. Jeder ist verstrickt in seine Probleme und sie vertrauen sich nur zum Teil auch gegenseitig ihre Sorgen an. Aber dieser Teil reicht nicht aus, um harmonisch miteinander leben zu können.

Vater George kämpft mit der Umstellung zum Rentner. Mutter Jean hat einen Liebhaber, leidet deshalb sehr unter schlechtem Gewissen. Tochter Kathi steht vor ihrer zweiten Ehe und der Bräutigam ist sich nicht mehr sicher, ob er heiraten möchte. Der Sohn Jamie ist schwul und sein Freund beendet in einer Krise die Beziehung.

Eines Tages prallen alle diese persönlichen Schicksale aufeinander. Jeder in der Familie erfährt alles. Die Familie kämpft um das Verstehen und um eine friedliche Zukunft.

pasztorSusann Pásztor: Ein fabelhafter Lügner

Familientreffen: Die drei Geschwister Hannah. Marika und Gabor haben drei Mütter, aber alle den gleichen Vater: Joschi. Dieser ist schon lange tot. Sie treffen sich in einem Hotel im Weimar, um sich gegenseitig und ihren Vater kennen zu lernen. Jeder weiß etwas anderes zu berichten. Weil angenommen wird, dass der Vater Jude und in Buchenwald gefangen war, besuchen sie gemeinsam das Konzentrationslager. Alles ist unklar. Joschi hat sich in ein Lügengebilde verstrickt und jedem Kind und jeder seiner Frauen ein völlig anderes Bild von sich gezeigt. Am Ende ist völlig unklar, ob der Vater je Häftling war, oder sich nur Entschädigungen erschleichen wollte. Eine richtig komplizierte Familiengeschichte.

hundertjaJonas Jonasson - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

An seinem 100. Geburtstag beschließt Allan, aus dem Altenheim abzuhauen. Klar, Aufregung für Pflegepersonal und Polizei. Aber auch Allan erlebt Einiges. So rutscht er völlig unschuldig in das wahrscheinlich letzte Abenteuer seines Lebens. Was man in Anbetracht seines Alters annehmen kann. Ein paar Leichen hinterlassend begibt er sich mit zwei Gaunern, einer fluchenden Schönheit und einen Elefanten auf die Flucht vor der Polizei.
Im Laufe der Verfolgungsjagd bekommt der Leser Allans bewegtes Leben erzählt. Er überquerte zu Fuß den Himalaya, befreundet sich mit allen Machthabern der Erde, weiß am Ende, wie man eine Atombombe baut (was ihm eher weniger geglaubt wird). Auch die Flucht aus dem Altenheim gestaltet sich recht lebhaft. Man fragt sich am Ende, wie Allan all die Erlebnisse in 100 Lebensjahren unterbringen konnte.

misslizzie

Walter Satterthwait: Miss Lizzie

Es ist ganz schön aufregend, neben Miss Lizzie zu leben. Das jedenfalls sieht Amanda so. Miss Lizzie soll vor vielen Jahren ihre eigenen Eltern umgebracht haben. Sehr blutig. Mit einem Beil. Sie wurde jedoch frei gesprochen. Das Gericht konnte ihr die Tat nicht nachweisen. Dann wird auch noch nach einem Streit mit Amandas Bruder ihre Stiefmutter ermordet. Auf die gleiche Art, wie damals Miss Lizzies Eltern. Zunächst denken viele Leute an Lizzie als Täterin. Doch zum Glück gibt es vier Verdächtige. Amanda nämlich, und auch ihrem Vater fällt es schwer, an die Schuld der Nachbarin zu glauben. Klar spricht Einiges dafür. Aber es sprechen auch genauso viele Gründe gegen ihre Schuld.

Ein Buch von Freundschaft und Vertrauen. Und am Ende gibt es eine Überraschung....

marinaCarlos Ruiz Zafon: Marina

Die Geschichte spielt in der Gegenwart in Barcelona. Oscar ist ein fünfzehnjähriger Internatsschüler ohne Freunde und mit wenig Bindung zu seiner Familie. Immer nach Schulschluss geht er auf Entdeckungstour in und um die Stadt. Eines Tages führt ihn sein Weg zu einer alten Villa, in der Marina mit ihrem kranken Vater lebt. Das Mädchen ist etwa im gleichen Alter, wie Oscar, und so ist er bald schon recht oft bei den beiden zu Besuch. Die beiden beobachten eine geheimnisvolle Frau auf dem Friedhof, beschließen ihr neugierig zu folgen. Unversehens geraten sie in haarsträubende, fast schon unwirkliche Abenteuer. Das wirkliche Abenteuer ist, dass sie sich zaghaft ineinander verlieben. Gemeinsam lösen sie Schritt für Schritt einen Kriminalfall, der Barcelona schon Jahrzehnte bewegt.

Das Abenteuer weidet sich zu einem Alptraum, in dem beide daran zweifeln, ob sie überleben.

rosenbloomNatasha Solomons: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand

Dem jüdischen Ehepaar Jack und Sarah Rosenblum gelingt mit ihrer kleinen Tochter die Flucht aus Deutschland. Sie finden sich in England wieder. Bei ihrer Ankunft erhalten sie eine Broschüre für Einwanderer. In Listenform steht dort, was man tun muss, um ein guter Engländer zu werden. Dies wird für Jack zum Lebensinhalt, seine Frau hat mehr Mühe. Sie hängt an der Vergangenheit und an ihren Wurzeln. Jack wird mit seiner Teppichfabrik sehr erfolgreich. Und er bearbeitet seine Liste, findet und erfindet immer mehr Punkte, die ihn zu einem guten Engländer werden lassen. Nur eines schafft er nicht: Er wird in keinem einzigen Golfclub aufgenommen. Nach einigen Jahren beschließt er völlig verzweifelt, einen eigenen Golfplatz zu bauen und einen eigenen Club zu gründen. Er verliert dabei sein ganzes Hab und Gut, die Firma geht pleite und fast stirbt seine Frau. Doch Jack möchte nicht aufgeben. Er sucht in England einen Ersatz für seine verlorene Heimat, möchte aus diesem Grund ein echter Engländer werden.

dezembersturmIny Lorentz: Dezembersturm

Trettin, Ende 19. Jahrhundert. Lore verliert, knapp 15jährig bei einem Brand ihre gesamte Familie. Ihr bleibt nur der innig geliebte Großvater. Als der schwer erkrankt und nach Lores hingebungsvoller Pflege verstirbt, möchte sie vor ihrem bösartigen Vormund Ottokar fliehen. Dieser möchte an das Erbe des noch minderjährigen Mädchens gelangen. Die Flucht wird zu einer großen Herausforderung für Lore. Immer wieder muss sie stark sein, mitunter sogar um ihr Leben kämpfen. Ihr Weg ist von Hoffnung und Endtäuschung gezeichnet, von Freud und Leid. Doch unbeirrt meistert sie ihr Leben, gewinnt Freunde fürs Leben.

Ein schönes Buch, das natürlich von einer großen Liebe erzählt. Wie sollte es auch anders sein, bei der Geschichte eines jungen Mädchens, das sich zur selbstbewussten Frau entwickelt?

aprilgewitterIny Lorentz: Aprilgewitter

Zunächst sind Lore und Fridolin recht glücklich in ihrer Ehe. Doch schon bald kommen die Probleme. Beide waren bei der Hochzeit recht jung, fanden noch nicht so recht ihren Platz im Leben. Während Lore davon träumt, ihre eigene Schneiderwerkstatt zu eröffnen, arbeitet Fridolin an seiner Kariere im Bankwesen. Beide finden nicht so recht zueinander. Fridolin möchte seine Frau alleine „ernähren“. Lore hat viel Freude am Nähen, möchte damit ihr Geld verdienen. Da zur damaligen Zeit (Ende 19. Jahrhundert) ein anderes Rollenverständnis als heute herrschte, fällt das Ehepaar von einer Krise in die nächste. Für Beide eine Herausforderung. Jeder für sich ist stark und selbstbewusst. Sie müssen es aber zu zweit schaffen, wenn die Ehe halten soll. Bleibt zu hoffen, dass sie es schaffen und von ganzen Herzen glücklich werden.

juliregenIny Lorenz: Juliregen

Lore und Fridolin Trettin haben es geschafft. Sie haben ihre Probleme gemeistert und sind zusammen stark geworden. Ihre Ehe wird gekrönt von zwei lieben Kindern, ein Mädchen und ein Junge. Sie haben sich beide beruflich und gesellschaftlich gefestigt und sind zu Wohlstand gekommen. Ein kleines Anwesen auf dem Land steht günstig zum Verkauf. Die junge Familie überlegt sich, das Hofgut zu erwerben, um künftig ihre Ferien dort verbringen zu können. Zumal auch ihr geliebtes Mündel Nathalia, ein reiner Wildfang, auf einem der benachbarten Güter lebt. Der Erwerb könnte also ein Glückstreffer werden. Doch immer wieder tauchen Schatten aus der Vergangenheit aus, möchten sie von außen bedrohen, wenn nicht sogar vernichten. Verwandte aus vergangenen Zeiten glauben sich immer noch betrogen, wollen durch üble Machenschaften das Geld der Trettins und auch Nathalias an sich bringen.

TotengleichTotengleich

Von Tana French

Inhalt:

Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht der Toten wie in einem Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar.

„ Ich kannte sie von irgendwoher, hatte das Gesicht schon tausendmal gesehen. Dann trat ich einen Schritt vor, um genauer hinzuschauen und die ganze Welt verstummte, gefror, während Dunkelheit von allen Seiten herantobte und in der Mitte gleißend weiß nur das Gesicht der jungen Frau blieb, denn das war ich. „

Nicht nur das, sie trägt Ausweispapiere auf Cassies alten Undercovernamen Lexie Madison bei sich, womit der Tod der Fremden zunächst geheim gehalten wird. Die Mordkommission muss nicht nur die Frage klären, wer diese Frau erstochen hat, sondern auch herausfinden, wer sie überhaupt ist. Frank Mackey, Cassies ehemaliger Chef als Undercoveragentin, sieht nur eine Möglichkeit, den Fall aufzuklären: Cassie muss in die Rolle der Toten schlüpfen und das Leben ihrer Doppelgängerin fortführen, um den Mörder zu finden. So wird Cassie ins Umfeld der Toten eingeschleust und beginnt ein doppeltes Spiel, das sie emotional bald tiefer gefangen nimmt, als es ihre Professionalität als Undercoveragentin eigentlich erlaubt.

Bewertung:

Die Autorin schafft es mit ihrem bildhaften, fesselnden und lebhaften Schreibstil den Leser von Anfang an in ihren Bann zu ziehen. So wird der Leser mit genommen in ein spannendes Verwirrspiel, dessen Grenzen oft verschwimmen. Die Suche nach dem Mörder erweist sich als äußerst schwierig, da Tana French es schafft jede Person als einen Verdächtigen darzustellen. Wenn man denkt die eine Person könnte es sein, stellt man seinen Verdächtigen, nach einer Zeit, wieder in Frage. Im Buch erfährt man viel über Lexies Leben und ihren Mitbewohnern, die sympathisch rüber kommen, aber trotzdem behält man im Hinterkopf, das einer von ihnen der Mörder sein könnte oder auch nicht. Die Auflösung des Falles wird nicht einfach heruntergespielt, sondern wird spannend dargestellt.

Das Buch ist lesenswert für alle Krimifans.

chemietodesChemie des Todes
von Simon Beckett
Wunderlich Verlag, 2006

Handlung:
David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet.

Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen.

Meine Meinung:
Die David Hunter Reihe ist mir von meinem besten Freund empfohlen worden und ich muss ehrlich zugeben, dass ich am Anfang total skeptisch war, was Thriller anging. Aber ich bin froh dass ich das Buch gelesen habe, denn „ Die Chemie des Todes“ hat mich von Simon Beckett überzeugt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung wird auch nicht unnötig in die Länge gezogen sondern Beckett kommt mit seinen schnellen ,aber sehr flüssigem und gut zu lesendem, Schreibstil schnell auf den Punkt. Dem Leser wird es beim Lesen nicht langweilig und auch der Spannungsbogen wird vom Autor meist nur kurz unterbrochen und dann sofort wieder aufgenommen.

Und nebenbei kann man dann versuchen den Täter zu ermitteln.
Note: 1


blutportaleBlutportale
von Markus Heitz
Knaur Verlag, 2008

Handlung:
Will kümmert sich um die Villa eines verreisten „Sirs“ und darf dafür in dem prächtigen Haus wohnen. Als er dort eine Party veranstaltet, lädt er auch die Fechterin Saskia ein. Doch da sich in der Villa ein Artefakt befindet, das Tore ins Reich der Dämonen öffnet, endet das Fest endet in einem Massaker, denn finstere Mächte wollen diese Tore offen sehen. Will und Saskia, die einzigen Überlebenden des Blutbades, müssen weit Schlimmeres verhindern. Eine extrem blutige Aufgabe, bei der ihnen eine frankophone Werwölfin hilft.

Rezension:
Auf „Blutportale“ war ich sehr gespannt da es als einer der besten Markus Heitz Romane gilt. Beim Lesen merkt man, das der Roman einer der frühren Heitz-Bücher ist denn der Schreibstil hat sich im Vergleich mit anderen Büchern sehr verändert. Die Handlung fand ich spannend aber nicht mitreißend. An manchen Stellen hätte ich mir mehr von dem Nervenkitzel und Kopfkino gewünscht den der Autor in anderen Büchern mit seiner Geschichte verursacht. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Gefühle sind gut nachzuempfinden. Das Cover finde ich jetzt nicht unbedingt als den Knaller aber mir kam es beim Kauf eher auf den Inhalt an.

Alles in allem gebe ich dem Roman eine 2.
Ich empfehle ihn Horrorfans die auch mal einen nicht ganz so blutigen Heitz lesen möchten und Fantasylesern die gerne ein wenig Action haben.

erebosErebos
von Ursula Poznanski
Loewe Verlag, 2010.

Handlung:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.

Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Rezension:
„ Manchmal habe ich das Gefühl, es lebt“
Ich habe Erebos verschlungen. Wortwörtlich.
Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil und die Handlung fließen perfekt ineinander und reißen den Leser förmlich mit sich. Spannung ist fast durchgehend im Buch vorhanden und man kann es gar nicht abwarten das Ende zu erfahren. Immer wieder habe ich mich gefragt: „ Was steckt hinter Erebos?“

Über die Auflösung und das Ende war ich dann ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir einen spektakuläreren Showdown gewünscht, aber okay. Das Buch war es auf jeden Fall wert zu lesen und ich empfehle es allen meinen Lesern ;)

Mehr von Thersia Marx auf ihrem blog!

griecheFriedrich Dürenmatt: Grieche sucht Griechin

In seiner Stammkneipe finden die Wirtin und Freunde von dem Griechen Arnolph, dass er nun doch endlich eine Frau braucht. Gemeinsam entwerfen sie die Kontaktanzeige: „Grieche sucht Griechin“. Schon am Tag nach dem Erscheinen der Anzeige erscheint eine heiratswillige Frau in der Gaststätte auf. Diese versetzt durch ihr schönes und gepflegtes Äusseres alle Anwesenden in Staunen.

Und das Leben von Arnolph ändert sich grundlegend. Er wird befördert, bekommt sehr viel Geld in der Firma. Ihm wird ein Traumhaus geschenkt. Prominente und reiche Leute, Politiker und Künstler grüssen ihn auf der Strasse. Alles erscheint ihm wie ein Märchen. Dann heiratet er seine Traumfrau. Und so langsam kommt Licht ins Dunkel. Langsam erfährt er Aufklärung und versteht.

medicaWolf Serno: Die Medica von Bologna

Bologna, Mitte 16. Jahrhundert. Carla kam mit einem Feuermal im Gesicht auf die Welt. Zunächst behütet und versteckt von der Mutter, muss sie nach deren Tod das Leben alleine meistern. Ihr innigster Wunsch ist es Ärztin zu werden. Doch dies war in der damaligen Zeit für Frauen unmöglich. Zwar eignete sie sich auf abenteuerliche Weise jedes nur erdenkliche, medizinische Wissen an, kann dies aber niemals anwenden. Sie würde sofort verhaftet und hart bestraft werden. Noch dazu kommt, dass die Kirche ihre Entstellung als „Teufelsmal“ sieht, und ihr somit der Inqisitor droht.

Als durch einen tragischen Unfall ihr Verlobter Marko stirbt, lernt sie Caspare kennen und lieben. Er ist Arzt und schätzt ihr Wissen und ihr chirugisches Geschick sehr. Und da Carla eine gute Anstellung als Pflegerin in einem Spital gefunden hat, schöpft sie neue Hoffnung auf eine gute Zukunft.

antlitzehreUlrike Schweikert: Das Antlitz der Ehre

Würzburg, Beginn 15. Jahrhundert. Nachdem Fürstbischof von Brunn entmachtet und von der Marienburg verbannt wurde, wächst sein Ehrgeiz, die Macht, Güter und Geld zurück zu erobern. Er schreckt nicht davor zurück, seine Tochter Elisabeth für seine Machenschaften zu missbrauchen.
Doch auch sie hat ihre Ängste und Nöte, möchte der Vergangenheit entfliehen. Nun ist auch ihr Platz in der Gegenwart gefährdet. Doch ihre Hoffnung auf eine friedliche Zukunft an der Seite des Mannes, den sie liebt, trägt sie durch allen Schmerz, lässt sie nie verzweifeln.

Mir gefiel dieses Buch, weil es in Würzburg spielt und ich mich an vielen
beschriebenen Orte gleich heimisch fühlte. Gerne habe ich Elisabeth ein Stück auf ihrem Weg begleitet.

pergamentAntonio Gabrido: Das Pergament des Himmels

Die Geschichte spielt in Würzburg Ende achtes Jahrhundert. Es herrschen Hungersnot und Armut. Regen, Schnee und Eis verschlimmern die Lage im Winter. Theresa möchte - für eine Frau dieser Zeit unüblich, wenn nicht sogar unmöglich - ihre Ausbildung als Pergamentgesellin machen. Am Tag, an dem sie zur Prüfung antreten soll, gerät sie mit der ganzen Familie in ein Komplott, in den sogar Kirche und König beteiligt sind. Die Familie wird grausam getrennt.

Die junge Frau verstrickt sich in einen Strudel aus Intrigen, Mord und Lügen. Wem kann sie noch trauen? Wen darf sie lieben? Wird sie ihre Eltern je wieder sehen? Fragen, Angst und Leidenschaft begleiten sie auf ihren Weg durch die Zeit. Mit all ihren Talenten meistert sie ihr Leben und ihre Not. Und sie sieht es als ihre Aufgabe und Berufung, das Pergament des Himmels zu hüten und es seiner Bestimmung zu übergeben.

Mit hat das Buch gefallen, weil es in Würzburg ganz in der Nähe meiner Heimat spielt. Ich fand es reizvoll, einmal einen historischen Roman zu lesen, der von so einer frühen Zeit, nämlich achtes und neuntes Jahrhundert erzählt. Die Schilderungen sind klar und leicht verständlich. Ich konnte der Handlung gut folgen und sie leicht nachvollziehen.

bernsteinsammlerinLena Johannson - „Die Bernsteinsammlerin“

Die Geschichte spielt Anfang 19. Jahrhundert in Lübeck. Das Ehepaar Thurau zieht Femke, ihr Findelkind, voller Liebe auf, als sei es die eigene Tochter. Femke selber ahnt nicht, dass sie nicht das eigene Kind ist.

Voller Hingabe baut sie ihr Geschick und Talent im Bernsteinschnitzen aus. Ihre Stücke sind so schön und kunstvoll gearbeitet, dass man ihr hie und da sogar magische Fähigkeiten nachsagt. Der Bernstein beschert der jungen Frau Freud und Leid. Auf einer Reise findet sie sich und ihre wahre Familie. Und sie findet den Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte. Die Startbedingungen für diese Liebe sind allerdings denkbar schlecht.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und erklärt vieles über das Bernsteinhandwerk, was hier nicht so bekannt ist. Ich fand es sehr spannend und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.


bernsteinheilerinLena Johannson - „Die Bernsteinheilerin

Johanna wächst glücklich bei ihren Großeltern in Lübeck auf. Und es könnte auch so weiter gehen, wäre da nicht der letzte Wunsch ihrer verstorbenen Mutter. Sie verfügte nämlich, dass ihre Tochter das Handwerk der Bernsteinschnitzerin erlernen soll. Johanna leidet sehr, denn sie hat das Talent der Mutter gar nicht geerbt. Langsam muss sie sich ihren Platz im Leben erkämpfen und ihre Begabung heraus finden. Ein schwerer Weg. Immer wieder jedoch stehen ihr wertvolle Menschen zur Seite, die ihr ein wenig weiter helfen. Sie durchläuft harte Prüfungen um Misstrauen und Vertrauen.

Am Ende findet sie nach langen Reisen endlich den Platz, an dem sie sich heimisch fühlt und in Frieden leben kann.

Vor einiger Zeit las ich schon die Geschichte von Johannas Mutter und verfolgte nun gespannt, wie sich die Geschichte in der nächsten Generation weiter entwickelt.


silberneburgSabine Weigand - „Die silberne Burg“

Deutschland im Mittelalter. Das Schicksal führt drei ganz unterschiedliche Menschen zusammen: Sara, eine Jüdin auf der Flucht vor dem ihr angetrauten Mann, Ritter Ezzo, auf der Suche nach Gerechtigkeit, die ihm sein Erbe bringen soll, und Ciaran, der als Baby vor Klostermauern ausgesetzt zum Mönch wurde, aber das Vermächtnis von Ketzern hüten muss.

Die drei ziehen mit einer Gauklertruppe nach Konstanz. Dort geraten sie auf einem Konzil in große Gefahr. Sie beschließen sich, zu trennen, und später wieder zusammen zu kommen. Jeder meistert seinen Weg, folgt seiner Bestimmung.

Mir gefiel das Buch, weil sehr viel von Sitten und Gebräuchen aus dem Mittelalter erzählt und erklärt wird. Und weil mir die Figuren während dem Lesen immer mehr zu Freunden wurden, die ich auf ihren Wegen begleiten durfte.

garouLeonie Swann - „Garou“

Nach dem Tod ihres Schäfers ziehen die Schafe von Irland nach Frankreich. Doch wenn sie glaubten, hier sei alles ruhig und friedlich, sehen sie sich getäuscht. Schon bald findet sich die kleine Schafsgruppe in einem neuen Abenteuer. Ein Abenteuer, in dem nicht nur Rehe und andere Tiere sterben.

Doch mit der ihnen ganz eigenen Schafs Logik lösen sie auch diesen Fall und sorgen für Ruhe und Friede. Ein erneuter Umzug steht an. Und sie lassen ihre neuen Freunde die Ziegen zurück.

Ich musste mich sehr konzentrieren um alles gut zu verstehen und den Gedankengängen der Schafe zu folgen. Aber es lohnte sich. Am Ende konnte ich mit Schafen und Schäferin erleichtert aufatmen. Ob aber die Pferde auch aufatmen können, bleibt abzuwarten.

muettermafiaDie Mütter-Mafia von Kerstin Gier

Constanze lebt glücklich und zufrieden. Ehemann, zwei Kinder, schöne Wohnung. Allerdings scheint ihr Mann nicht glücklich zu sein. Knall auf Fall reicht er die Scheidung ein und setzt die ganze Familie vor die Türe. Constanze findet sich mit den Kindern in einer Vorstadtsiedlung wieder. Mit viel Humor meistert sie ihre schwere Zeit. Sie lernt viele Menschen kennen, wird selbstbewusst, kommt auch finanziell auf die Beine. Zu letzterem verhilft ihr ein Anwalt. Und scheinbar erfüllt sich das Klischee vom Scheidungsanwalt, der dann mit der Klientin „anbandelt“. Das Buch lädt ohne aufdringlich zu werden, oft zum Schmunzeln ein. Und fast alle Personen sind sehr sympathisch. Die Unsympathischen werden aber nicht zynisch beschrieben, sondern mit viel Humor.

gegensaetzeKerstin Gier: Gegensätze ziehen sich aus

Dies ist die Fortsetzung von Buch: Die Mütter-Mafia.

Inzwischen hat Constanze sich richtig gut eingelebt in der Vorstadtsiedlung. In liebevoller Kleinarbeit hat sie ihr Haus renoviert. Und sie hat wirklich gute Freunde gefunden. Gemeinsam meistern sie ihre großen und kleinen Sorgen. Sie basteln, lachen, weinen und trinken hin und wieder ein Glas Wein. Die Idee, einen Schuhladen zu eröffnen, ist geboren. Und jeder bringt sich ins Projekt ein. Allen Vorzeichen nach, wird es erfolgreich werden.

Nur in Constanzes Liebesleben ist der Wurm drin. Anton stellt sich das gemeinsame Leben so ganz anders vor, als Constanze. Es kommt zur Trennung.

Ich habe sehr mitgelitten mit Constanze. Habe echt gedacht, dass sie jetzt ihren Humor verliert.

rubinrotRubinrot von Kerstin Gier

Die Geschichte spielt in der Gegenwart (jedenfalls meistens) in London. Gwendolyn ist Schülerin, 16einhalb Jahre alt und lebte bisher völlig unbeschwert und frei. Das soll sich an dem Tag ändern, als ihre Mutter eine Lüge bezüglich ihres Geburtsdatums beichtet. Von nun an wirbelt sie, begleitet von Gideon, durch die Zeiten.

Nicht nur er alleine sorgt für ein komplettes Gefühlschaos in Gwendolyn. Da ist auch noch Mr. Whitman, der offensichtlich von ihren „Zeitreisen“ weiß und sie für normal hält. Und Charlotte, ihre Cousine spricht auch kein Wort mehr mit ihr, gibt sich stinksauer.

Gut, dass sie da noch ihre Freundin Leslie hat, die immer zu ihr hält. Aber gefühlte tausend Fragen bleiben dennoch.

Erster Teil!